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BCKategorie 13.05.2015 11:57:52 Uhr

Jägerprüfung und Jagdschein

Allgemeines

Wer die Jagd ausüben will, muss im Besitz eines auf seinen Namen ausgestellten Jagdscheins sein (§ 15 Bundesjagdgesetz). Der Jagdschein wird von der für den Wohnsitz des Bewerbers zuständigen Kreisverwaltungsbehörde (untere Jagdbehörde) als Ein- oder Dreijahresjagdschein, Jugend- oder als Tagesjagdschein für 14 aufeinander folgende Tage erteilt.

Für die erste Erteilung eines Inländer-Jagdscheines ist die erfolgreiche Ablegung einer deutschen Jägerprüfung Voraussetzung. Dies gilt für Deutsche wie grundsätzlich auch für Ausländer. Bei der Erteilung von Jagdscheinen an Ausländer können hiervon jedoch Ausnahmen gemacht werden.

Die erste Erteilung eines Falknerjagdscheines ist davon abhängig, dass der Bewerber zusätzlich zur Jägerprüfung eine Falknerprüfung bestanden hat.

Jagdschein

a) zur ersten Erteilung eines Jagdscheins sind mitzubringen:

  • Antrag auf Erteilung (s. Formulare „Jagdrecht“)
  • Prüfungszeugnis über die bestandene Jägerprüfung
  • schriftliche Bestätigung einer ausreichenden Jagdhaftpflichtversicherung für die Gültigkeitsdauer des Jagdscheins
  • 1 aktuelles Lichtbild
  • bei Minderjährigen: Einverständniserklärung des/der gesetzl. Vertreter(s)

b) zur Verlängerung des Jagdscheins sind mitzubringen:

  • Jagdschein
  • schriftliche Bestätigung einer ausreichenden Jagdhaftpflichtversicherung
  • ggf. ein Lichtbild, sofern im bisherigen Jagdschein eine weitere Verlängerung nicht mehr eingetragen werden kann und eine Neuausfertigung erfolgt

Gebühr für Jagdschein und Jagdabgabe

  • 60,00 Euro für den 1-Jahresjagdschein
  • 150,00 Euro für den 3-Jahresjagdschein
  • 15,00 Euro für den Tagesjagdschein für In- und Ausländer
  • 37,50 Euro für den Jugendjagdschein

Angehörige der Bayer. Staatsforstverwaltung, Studierende der Forstwirtschaft, Jagdberater und Mitglieder des Jagdbeirates einschl. ihrer Stellvertreter erhalten eine Ermäßigung der Jagdscheingebühr.

Zuverlässigkeit und Eignung

Die Prüfung der Zuverlässigkeit erfolgt ausschließlich durch die untere Jagdbehörde durch Einholung einer Auskunft aus dem Zentralregister sowie (neu seit dem 20.02.2020) durch eine Abfrage beim Verfassungsschutz.  Die Beantragung eines polizeilichen Führungszeugnisses bei Ihrer Wohnsitzgemeinde entfällt dadurch.

 Ein Jagdschein ist zu versagen, wenn Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass der Antragsteller die erforderliche Zuverlässigkeit oder körperliche Eignung nicht besitzt.

Nähere Informationen hierzu erhalten Sie unter Tel. 0731/7040-4501 und -4509.

Genehmigung von Schalldämpfern für Jagdlangwaffen

Seit August 2015 kann aus Gründen des Gesundheitsschutzes die Zulassung eines Schalldämpfers zur befugten Jagdausübung genehmigt werden. Die Vorlage eines ärztlichen Gutachtens ist nicht erforderlich.

Durch Allgemeinverfügung des Landratsamtes Neu-Ulm vom 29.05.2020, in Kraft getreten am 30.05.2020, ist es Jagdscheininhabern aus dem Zuständigkeitsbereich des Landratsamtes Neu-Ulm in ganz Bayern gestattet, Schalldämpfer mit für die Jagd zugelassenen Langwaffen für Munition mit Zentralfeuerzündung bei der Jagdausübung in allen Jagdrevieren einschließlich dem jagdlichen Übungsschießen im Landkreis Neu-Ulm zu verwenden.

Durch eine Änderung der waffenrechtlichen Vorschriften ist seit dem 20.02.2020 ein Voreintrag in der Waffenbesitzkarte für den Erwerb eines Schalldämpfers nicht mehr erforderlich. Der Erwerb des Schalldämpfers ist jedoch innerhalb von zwei Wochen bei der Waffenbehörde zur Eintragung in die Waffenbesitzkarte anzuzeigen (Antragsformular).

In der Waffenbesitzkarte wird vermerkt, dass der Schalldämpfer nur in Verbindung mit Jagdlangwaffen mit Zentralfeuerzündung verwendet werden darf. Ein Eintrag in den Jagdschein erfolgt nicht.

Einsatz von Nachtsichttechnik zur Schwarzwildbejagung

Durch Allgemeinverfügung des Landratsamtes Neu-Ulm vom 29.05.2020, in Kraft getreten am 30.05.2020, ist es Inhabern eines gültigen Jagdscheins im Sinne des § 15 Abs. 2 Bundesjagdgesetz gestattet, künstliche Lichtquellen, Vorrichtungen zum Anstrahlen oder Beleuchten des Ziels und Nachtzielgeräte, die einen Bildwandler oder eine elektronische Verstärkung besitzen, wobei ausschließlich die waffenrechtlich zulässigen Nachtsichtvor-sätze und Nachtsichtaufsätze erfasst sind, sowohl in Verbindung mit einer Jagdlangwaffe als auch ohne Verbindung zu einer Jagdlangwaffe im Landkreis Neu-Ulm für die Bejagung von ausschließlich Schwarzwild - einschließlich des Ein- und Anschießens im Jagdrevier - zu verwenden. Dies beinhaltet auch Vorrichtungen zum Anstrahlen oder Beleuchten des Ziels sowie künstlichen Lichtquellen - sowohl in Verbindung mit einer Jagdlangwaffe als auch ohne Verbindung mit einer Jagdlangwaffe.


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