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Wann haben Asylbewerber einen Anspruch auf einen Sprach- und Integrationskurs?

Asylbewerber, deren Asylverfahren noch nicht abgeschlossen ist, haben keinen Anspruch auf Teilnahme an einem Integrations- oder Sprachkurs.

Der Freistaat Bayern förderte bislang in einigen Städten das Modellprojekt „Erstorientierungskurse für Asylbewerber“, das von zertifizierten Bildungsträgern angeboten wird.

Informationen zu den Erstorientierungskursen für Asylbewerber finden Sie unter:

www.bamf.de/DE/Willkommen/DeutschLernen/deutschlernen-node.html

Mit der erstmaligen Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Abs. 1 Aufenthaltsgesetz (AufenthG) oder § 25 Abs. 2 AufenthG erhalten anerkannte Asylbewerber Zugang zu den „Integrationskursen“ nach dem AufenthG.

Die Ausländerbehörde händigt hierzu einen „Berechtigungsschein“ sowie eine Liste mit denen im Raum Ulm/Neu-Ulm zugelassenen Sprachkursträgern und den Migrationserstberatungsstellen im Landkreis Neu-Ulm aus. Der Integrationskurs umfasst 660 Unterrichtsstunden. Er findet in Deutsch statt und ist in einen „Sprachkurs“ sowie einen „Orientierungskurs“ unterteilt. Der Sprachkurs setzt sich aus 600 Unter­richtsstunden zusammen und hat zum Ziel, ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache zu vermitteln. Der Orientierungskurs umfasst 60 Unterrichtsstunden. Er findet im Anschluss an den Sprachkurs statt. Der Orientierungskurs vermittelt Alltagswissen, Kenntnisse der Rechtsordnung, der Kultur und Geschichte Deutschlands sowie Werte des demokratischen Staatswesens der Bundesrepublik Deutschland und Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit, Gleichberechtigung, Toleranz und Religionsfreiheit.

Einen Anspruch auf Teilnahme an einem Integrationskurs besteht nicht

  • bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die eine schulische Ausbildung aufnehmen oder ihre bisherige Schullaufbahn in der Bundesrepublik Deutschland fortsetzen,
  • bei erkennbar geringem Integrationsbedarf,
  • wenn der Ausländer bereits über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache verfügt. Der Besuch des Orientierungskurses ist aber möglich.

Asylbewerber, bei denen das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ein Abschiebungsverbot nach § 60 Abs. 5 oder 7 AufenthG festgestellt hat und die daher eine Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Abs. 3 AufenthG erhalten, haben keinen Anspruch auf Teilnahme an einem Integrationskurs nach dem AufenthG. Diese können jedoch beim BAMF einen Antrag auf Teilnahme an einem Integrationskurs stellen. Sofern ein Kurs noch nicht komplett belegt ist, können die Personen zum Integrationskurs zugelassen werden.

Ansprechpartner:

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge
Wolfgang Matti

Regionalstelle Ref. 613 - Reutlingen/Eningen u. A.
Arbachtalstraße 6
72800 Eningen u. A.
Tel. 07121/2417-220
Fax 07121/2417-199
E-Mail: wolfgang.matti@bamf.bund.de
www.bamf.de, www.wir-sind-bund.de

Auch das Jobcenter kann anerkannte Asylbewerber, die im Hilfebezug stehen, zur Teilnahme an einem Integrationskurs verpflichten.


 

© Rosi Feldes E-Mail

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Wann haben Asylbewerber einen Anspruch auf einen Sprach- und Integrationskurs?

Asylbewerber, deren Asylverfahren noch nicht abgeschlossen ist, haben keinen Anspruch auf Teilnahme an einem Integrations- oder Sprachkurs.

Der Freistaat Bayern förderte bislang in einigen Städten das Modellprojekt „Erstorientierungskurse für Asylbewerber“, das von zertifizierten Bildungsträgern angeboten wird.

Informationen zu den Erstorientierungskursen für Asylbewerber finden Sie unter:

www.bamf.de/DE/Willkommen/DeutschLernen/deutschlernen-node.html

Mit der erstmaligen Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Abs. 1 Aufenthaltsgesetz (AufenthG) oder § 25 Abs. 2 AufenthG erhalten anerkannte Asylbewerber Zugang zu den „Integrationskursen“ nach dem AufenthG.

Die Ausländerbehörde händigt hierzu einen „Berechtigungsschein“ sowie eine Liste mit denen im Raum Ulm/Neu-Ulm zugelassenen Sprachkursträgern und den Migrationserstberatungsstellen im Landkreis Neu-Ulm aus. Der Integrationskurs umfasst 660 Unterrichtsstunden. Er findet in Deutsch statt und ist in einen „Sprachkurs“ sowie einen „Orientierungskurs“ unterteilt. Der Sprachkurs setzt sich aus 600 Unter­richtsstunden zusammen und hat zum Ziel, ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache zu vermitteln. Der Orientierungskurs umfasst 60 Unterrichtsstunden. Er findet im Anschluss an den Sprachkurs statt. Der Orientierungskurs vermittelt Alltagswissen, Kenntnisse der Rechtsordnung, der Kultur und Geschichte Deutschlands sowie Werte des demokratischen Staatswesens der Bundesrepublik Deutschland und Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit, Gleichberechtigung, Toleranz und Religionsfreiheit.

Einen Anspruch auf Teilnahme an einem Integrationskurs besteht nicht

  • bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die eine schulische Ausbildung aufnehmen oder ihre bisherige Schullaufbahn in der Bundesrepublik Deutschland fortsetzen,
  • bei erkennbar geringem Integrationsbedarf,
  • wenn der Ausländer bereits über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache verfügt. Der Besuch des Orientierungskurses ist aber möglich.

Asylbewerber, bei denen das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ein Abschiebungsverbot nach § 60 Abs. 5 oder 7 AufenthG festgestellt hat und die daher eine Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Abs. 3 AufenthG erhalten, haben keinen Anspruch auf Teilnahme an einem Integrationskurs nach dem AufenthG. Diese können jedoch beim BAMF einen Antrag auf Teilnahme an einem Integrationskurs stellen. Sofern ein Kurs noch nicht komplett belegt ist, können die Personen zum Integrationskurs zugelassen werden.

Ansprechpartner:

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge
Wolfgang Matti

Regionalstelle Ref. 613 - Reutlingen/Eningen u. A.
Arbachtalstraße 6
72800 Eningen u. A.
Tel. 07121/2417-220
Fax 07121/2417-199
E-Mail: wolfgang.matti@bamf.bund.de
www.bamf.de, www.wir-sind-bund.de

Auch das Jobcenter kann anerkannte Asylbewerber, die im Hilfebezug stehen, zur Teilnahme an einem Integrationskurs verpflichten.


 

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