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Qualität der Freiflächen im Sinne des Naturschutzes entwickeln

Landkreis Neu-Ulm ruft zur Teilnahme am Bayerischen Vertragsnaturschutzprogramm auf

Der Landkreis Neu-Ulm ist ein wachsender und dynamischer Landkreis, was die Inanspruchnahme von Flächen bedingt. „Umso wichtiger ist deshalb die Qualität der bestehenden Freiflächen“, erläutert Landrat Thorsten Freudenberger. „Diese gilt es nach Möglichkeit im Sinne des Naturschutzes zu gestalten und zu entwickeln, um dem voranschreitenden Arten- und Insektensterben entgegenzuwirken.“ Und das geht nur miteinander und wenn man zusammenarbeitet. In diese Richtung wirkt das Bayerische Vertragsnaturschutzprogramm, das Landwirten und Landnutzern Fördermöglichkeiten bietet. Landwirte, die auf freiwilliger Basis ihre Flächen nach den Zielen des Naturschutzes bewirtschaften, erhalten für den zusätzlichen Aufwand und den entgangenen Ertrag ein angemessenes Entgelt. So wird zum Beispiel die Umwandlung von Ackerflächen in extensiv genutztes Grünland mit über 800 Euro pro Hektar und Jahr gefördert. Für eine extensive Grünlandnutzung gibt es 470 Euro pro Hektar im Jahr. Die Laufzeit der Bewirtschaftungsvereinbarung beträgt fünf Jahre.

Eine besondere Rolle spielen die bestehenden Schutzgebiete, die Natura 2000-Gebiete und die Biotopverbundprojekte. Denn gerade in diesen Landschaftsteilen soll das Vertragsnaturschutzprogramm verstärkt eingesetzt werden. Das Vertragsnaturschutzprogramm soll die nachhaltige Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts sichern und verbessern sowie die Lebensräume und Lebensgemeinschaften der heimischen Tier- und Pflanzenwelt erhalten. Ebenso erfolgt dadurch eine naturschonende Bewirtschaftung von bereits gesetzlich geschützten Biotopflächen, wie zum Beispiel in den Niedermoorgebieten des Rothtals im Landkreis Neu- Ulm.

Aktuell nehmen 88 landwirtschaftliche Betriebe mit insgesamt 330 Hektar im Landkreis Neu-Ulm am Vertragsnaturschutzprogramm teil. „Dadurch leisten die Landwirte auch einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt unserer Kulturlandschaft“, freut sich Landrat Thorsten Freudenberger. Rund
5 % aller Grünflächen, welche die Landwirtschaft im Landkreis Neu-Ulm bewirtschaftet, sind damit im Vertragsnaturschutzprogramm aufgenommen. Der bayernweite Durchschnitt liegt bei etwa 5 – 6 %. Mit Blick auf die Größe und dichte Besiedlung des Landkreises ein zufriedenstellendes Zwischenergebnis. Aber das erklärte Ziel ist, dass möglichst viele weitere Flächen folgen. Für das Jahr 2020 stehen für den Landkreis Neu-Ulm 200.000 Euro an Fördergeldern zur Verfügung.

Antragsberechtigt für das Vertragsnaturschutzprogramm sind Landwirte, Zusammenschlüsse von Landwirten sowie sonstige Landbewirtschafter und die anerkannten Naturschutzverbände. Anträge können vom 07.01.bis 28.02.2020 beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Krumbach gestellt werden. Vorab ist ein Beratungsgespräch mit der unteren Naturschutzbehörde vorgesehen, bei dem die geeigneten Maßnahmen erörtert und festgelegt werden.

Wer Interesse an der Teilnahme am bayerischen Vertragsnaturschutzprogramm hat und wissen möchte ob und in welchem Umfang seine von ihm bewirtschafteten Flächen gefördert werden könnten, kann sich an Michael Angerer, Leiter der Fachbereichs Naturschutz und Landschaftsplanung im Landratsamt Neu-Ulm wenden. Telefon 0731 7040 4300, E-Mail: michael.angerer@lra.neu-ulm.de

Fotos: Landratsamt Neu-Ulm

© Martina Plaschke E-Mail

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