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Im Frühling sicher in die Fahrradsaison starten

Tipps, wie man das Fahrrad fit für die erste Tour macht

Die milden Temperaturen laden ein, endlich wieder auf das Fahrrad zu steigen und in die Pedale zu treten. Fahrradfahren ist gesund, macht Spaß und hat gegenüber Autofahren den großen Vorteil, insbesondere auf kurzen Strecken schneller zu sein. Ist das Fahrrad immer gut gepflegt worden, reicht meist etwas Luft in den Reifen und Öl auf die Kette. Doch wenn das nicht genügt, sollte vor der Saisonpremiere das Rad gründlich durchgecheckt werden. Die AGFK Bayern und Antonia Gordt, die Fahrradbeauftragte des Landkreises Neu-Ulm, geben hilfreiche Tipps, was beim Fahrradcheck beachtet werden sollte.

Fahrrad inklusive Kette reinigen: Zu Anfang empfiehlt es sich, das Rad gründlich zu reinigen. Das geht am besten mit lauwarmem Seifenwasser und einer Bürste. Reinigungssets aus dem Fachhandel helfen auch die schwierigen Stellen am Gefährt zu säubern. Hochdruckreiniger sind nicht zu empfehlen. Der harte Wasserstrahl kann Radlager und andere Komponenten beschädigen.   

Kette überprüfen und ggf. schmieren: Eine rostige Kette sollte unbedingt ersetzt werden. Sie wird nie wieder geschmeidig laufen – außerdem steigt die Gefahr, dass die Kette reißt. Stark verschmutze Ketten sollten erstmal vorsichtig mit einer Bürste gereinigt werden. Anschließend muss die Kette geschmiert werden. Dazu am besten Öl auf einen Lappen dünn auftragen und verteilen. Besonderes Augenmerk gilt den Verbindungsstückchen der Kettenglieder.

Fahrradbeleuchtung überprüfen: „Sehen und gesehen werden“. Eine funktionierende Fahrradbeleuchtung ist für die eigene Sicherheit unverzichtbar und zudem Pflicht im Straßenverkehr. Die Lichter können mit Batterie oder Dynamo betrieben werden. Ist die Lichtanlage nicht funktionstüchtig, sollten die Lämpchen bzw. Kabel und Steckverbindungen überprüft werden.

Bremsen überprüfen: Funktionierende Bremsen sind (über)lebenswichtig. Dazu gehört es, die Bremsen regelmäßig nachzustellen, vor allem wenn die Bremsleistung schon nachlässt. Zudem nutzen sich die Bremsbeläge ab und müssen von Zeit zu Zeit erneuert werden. Oft zeigt auch eine Markierung auf den Bremsklötzen an, wann die Verschleißgrenze erreicht ist.

Schrauben nachziehen: Dass sich mit der Zeit Schrauben und Muttern am Rad lösen, ist leider normal. Umso wichtiger ist es, diese nachzuziehen. Am besten findet man heraus, ob eine Schraube locker ist, wenn man das Rad leicht anhebt und wieder fallen lässt. Besonders anfällig sind die Radnaben (Verbindungen zwischen Felge und Rahmen).

Laufräder und Reifen überprüfen: Die Reifen sollten ausreichend aufgepumpt sein, sonst wird es anstrengend und schadet der Felge. Der optimale Luftdruck steht auf dem Mantel.
Sollten sich dann im Mantel Risse zeigen, sollte dieser ausgetauscht werden. Sonst können beispielsweise Scherben und kleine Steine schnell zu einem Platten führen. Sind Speichen gebrochen oder hat das Rad einen Achter, muss das Rad zum Service.

Lenker und Sattel nachstellen: Viele Radfahrer haben einen falsch eingestellten Sattel. Das ermüdet und strengt an. Um das zu vermeiden sollte folgender Richtwert beachtet werden: Sitzt man auf dem Sattel, muss die Ferse des voll ausgestreckten Beins die senkrecht unten-stehende Pedale knapp erreichen können. Die Mitte des Lenkers sollte dabei nicht höher als die Sattelspitze sein. Zwischen Lenkermitte und Sattel sollte mindestens eine Elle plus Handlänge Platz sein, damit sich der Oberkörper so gut abstützen lässt.

Und zu guter Letzt…

Ölen, ölen, ölen: Das gilt vor allem für alle Seilzüge. Dabei sollten die Schutzhüllen auf Risse geprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden. Beim Schmieren der Innenseilzüge Öl und Fett stets sparsam einsetzen.   

In der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e.V. (AGFK Bayern) haben sich über 60 bayerische Kommunen (darunter auch der Landkreis Neu-Ulm) mit insgesamt mehr als 5,1 Millionen Einwohnern mit dem Ziel zusammengeschlossen, gemeinsam den Radverkehr zu fördern, Erfahrungen auszutauschen und Synergieeffekte zu nutzen. Die AGFK Bayern vertritt die Interessen ihrer Mitglieder im Radverkehrsbereich u.a. in der Landes- und Bundespolitik und bei kommunalen Spitzenverbänden. Dazu zählen sowohl die Förderung einer radverkehrsfreundlichen Mobilitätskultur als auch der Ausbau von Radrouten und die Erhöhung der Sicherheit für Radfahrerinnen und Radfahrer. Alle Mitglieder werden nach einem einheitlichen Kriterienkatalog auf ihre Fahrradfreundlichkeit geprüft.

© Martina Herrmann E-Mail

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Die milden Temperaturen laden ein, endlich wieder auf das Fahrrad zu steigen und in die Pedale zu treten. Fahrradfahren ist gesund, macht Spaß und hat gegenüber Autofahren den großen Vorteil, insbesondere auf kurzen Strecken schneller zu sein. Ist das Fahrrad immer gut gepflegt worden, reicht meist etwas Luft in den Reifen und Öl auf die Kette. Doch wenn das nicht genügt, sollte vor der Saisonpremiere das Rad gründlich durchgecheckt werden. Die AGFK Bayern und Antonia Gordt, die Fahrradbeauftragte des Landkreises Neu-Ulm, geben hilfreiche Tipps, was beim Fahrradcheck beachtet werden sollte.

Fahrrad inklusive Kette reinigen: Zu Anfang empfiehlt es sich, das Rad gründlich zu reinigen. Das geht am besten mit lauwarmem Seifenwasser und einer Bürste. Reinigungssets aus dem Fachhandel helfen auch die schwierigen Stellen am Gefährt zu säubern. Hochdruckreiniger sind nicht zu empfehlen. Der harte Wasserstrahl kann Radlager und andere Komponenten beschädigen.   

Kette überprüfen und ggf. schmieren: Eine rostige Kette sollte unbedingt ersetzt werden. Sie wird nie wieder geschmeidig laufen – außerdem steigt die Gefahr, dass die Kette reißt. Stark verschmutze Ketten sollten erstmal vorsichtig mit einer Bürste gereinigt werden. Anschließend muss die Kette geschmiert werden. Dazu am besten Öl auf einen Lappen dünn auftragen und verteilen. Besonderes Augenmerk gilt den Verbindungsstückchen der Kettenglieder.

Fahrradbeleuchtung überprüfen: „Sehen und gesehen werden“. Eine funktionierende Fahrradbeleuchtung ist für die eigene Sicherheit unverzichtbar und zudem Pflicht im Straßenverkehr. Die Lichter können mit Batterie oder Dynamo betrieben werden. Ist die Lichtanlage nicht funktionstüchtig, sollten die Lämpchen bzw. Kabel und Steckverbindungen überprüft werden.

Bremsen überprüfen: Funktionierende Bremsen sind (über)lebenswichtig. Dazu gehört es, die Bremsen regelmäßig nachzustellen, vor allem wenn die Bremsleistung schon nachlässt. Zudem nutzen sich die Bremsbeläge ab und müssen von Zeit zu Zeit erneuert werden. Oft zeigt auch eine Markierung auf den Bremsklötzen an, wann die Verschleißgrenze erreicht ist.

Schrauben nachziehen: Dass sich mit der Zeit Schrauben und Muttern am Rad lösen, ist leider normal. Umso wichtiger ist es, diese nachzuziehen. Am besten findet man heraus, ob eine Schraube locker ist, wenn man das Rad leicht anhebt und wieder fallen lässt. Besonders anfällig sind die Radnaben (Verbindungen zwischen Felge und Rahmen).

Laufräder und Reifen überprüfen: Die Reifen sollten ausreichend aufgepumpt sein, sonst wird es anstrengend und schadet der Felge. Der optimale Luftdruck steht auf dem Mantel.
Sollten sich dann im Mantel Risse zeigen, sollte dieser ausgetauscht werden. Sonst können beispielsweise Scherben und kleine Steine schnell zu einem Platten führen. Sind Speichen gebrochen oder hat das Rad einen Achter, muss das Rad zum Service.

Lenker und Sattel nachstellen: Viele Radfahrer haben einen falsch eingestellten Sattel. Das ermüdet und strengt an. Um das zu vermeiden sollte folgender Richtwert beachtet werden: Sitzt man auf dem Sattel, muss die Ferse des voll ausgestreckten Beins die senkrecht unten-stehende Pedale knapp erreichen können. Die Mitte des Lenkers sollte dabei nicht höher als die Sattelspitze sein. Zwischen Lenkermitte und Sattel sollte mindestens eine Elle plus Handlänge Platz sein, damit sich der Oberkörper so gut abstützen lässt.

Und zu guter Letzt…

Ölen, ölen, ölen: Das gilt vor allem für alle Seilzüge. Dabei sollten die Schutzhüllen auf Risse geprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden. Beim Schmieren der Innenseilzüge Öl und Fett stets sparsam einsetzen.   

In der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e.V. (AGFK Bayern) haben sich über 60 bayerische Kommunen (darunter auch der Landkreis Neu-Ulm) mit insgesamt mehr als 5,1 Millionen Einwohnern mit dem Ziel zusammengeschlossen, gemeinsam den Radverkehr zu fördern, Erfahrungen auszutauschen und Synergieeffekte zu nutzen. Die AGFK Bayern vertritt die Interessen ihrer Mitglieder im Radverkehrsbereich u.a. in der Landes- und Bundespolitik und bei kommunalen Spitzenverbänden. Dazu zählen sowohl die Förderung einer radverkehrsfreundlichen Mobilitätskultur als auch der Ausbau von Radrouten und die Erhöhung der Sicherheit für Radfahrerinnen und Radfahrer. Alle Mitglieder werden nach einem einheitlichen Kriterienkatalog auf ihre Fahrradfreundlichkeit geprüft.

© Martina Herrmann E-Mail

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