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Hüter der Grenzen

Feldgeschworene im Landkreis Neu-Ulm für 50 und 25 Jahre für die Ausübung ihres Ehrenamts geehrt

Es ist das älteste kommunale Ehrenamt in Bayern: Das Amt der Feldgeschworenen. Dabei reicht die Geschichte bis ins Mittelalter zurück, wobei sich das Amt bis heute während der unterschiedlichsten Epochen und Digitalisierung seinen ursprünglichen Charakter bewahrt hat. Für ihr jahrelanges Engagement und ihre Tätigkeit zeichnete der Bayerische Staatsminister der Finanzen und für Heimat, Albert Füracker, die Feldgeschworenen im Landkreis Neu-Ulm aus. Die Ehrung mit Übergabe der Urkunden im Landratsamt Neu-Ulm übernahmen Landrat Thorsten Freudenberger und Peter Lauber, Leitender Vermessungsdirektor beim Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Günzburg. Bei der Ehrung anwesend waren ebenfalls die jeweiligen Bürgermeister, was die Besonderheit und Bedeutung dieses Amtes für die Kommunen nochmals verdeutlichte.

„Das traditionsreiche und zugleich moderne Ehrenamt ist tief in der Gesellschaft und in der kulturellen Identität unseres Landes verankert“, sagte Vermessungsdirektor Peter Lauber. Seit 2016 gehört das „Feldgeschworenenwesen in Bayern“ sogar zum immateriellen Kulturerbe.

Feldgeschworene wirken in Bayern bei der Kennzeichnung von Grundstücksgrenzen und Flurstücken mit, setzen Grenzsteine, überwachen Grenzzeichen oder nehmen Grenzbegehungen vor. „Grenzen sind nur etwas wert, wenn sie erkennbar sind und wenn sie eingehalten werden“, betonte Lauber. Dazu tragen die Feldgeschworenen als „Hüter der Grenzen“ entschieden bei und nehmen eine wichtige Mittlerfunktion zwischen den Bürgerinnen und Bürgern und der Staatsbehörde ein. Mit ihrem Wissen und Können, das von Generation zu Generation weiter gegeben wird, erfahren sie ein hohes Ansehen, weshalb ihnen von allen Seiten großes Vertrauen entgegen gebracht wird und sie dadurch schon so manchen Streit schlichten konnten. „Ihre unübertreffliche Ortskenntnis, das Vertrauen und der Respekt, den Sie bei der Bevölkerung genießen, Ihre Zuverlässigkeit, Ihr Fachwissen und Ihre Diskretion und nicht zuletzt Ihr handwerkliches und technisches Geschick machen Sie und Ihre Arbeit so wertvoll“, erläuterte Landrat Thorsten Freudenberger. Die Wahl zum Feldgeschworenen erfolgt auf Lebenszeit.

Wie wichtig und zeitgemäß dieses Ehrenamt auch heute noch ist, beweisen nicht zuletzt die Jahrhunderte, die es überdauert hat. Dabei werden die Kompetenzen der Feldgeschworenen heute durch moderne digitale Verfahren wie elektronische Tachymeter und Feldrechner, Satellitenmessverfahren und digitale Flurkarte ergänzt.

Ehrung für 50 Jahre Tätigkeit als Feldgeschworener

  • Erwin Galler (Nersingen)
  • Helmut Häußler (Neu-Ulm)
  • Stefan Keller (Pfaffenhofen)
  • Alois Zeller (Pfaffenhofen)

Ehrung für 25 Jahre Tätigkeit als Feldgeschworener

  • Johann Hieber (Roggenburg)
  • Georg Ott (Weißenhorn)
  • Alois Rothermel (Weißenhorn)


Fotos: Landratsamt Neu-Ulm/Kerstin Weidner

© Martina Plaschke E-Mail

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Hüter der Grenzen

Feldgeschworene im Landkreis Neu-Ulm für 50 und 25 Jahre für die Ausübung ihres Ehrenamts geehrt

Es ist das älteste kommunale Ehrenamt in Bayern: Das Amt der Feldgeschworenen. Dabei reicht die Geschichte bis ins Mittelalter zurück, wobei sich das Amt bis heute während der unterschiedlichsten Epochen und Digitalisierung seinen ursprünglichen Charakter bewahrt hat. Für ihr jahrelanges Engagement und ihre Tätigkeit zeichnete der Bayerische Staatsminister der Finanzen und für Heimat, Albert Füracker, die Feldgeschworenen im Landkreis Neu-Ulm aus. Die Ehrung mit Übergabe der Urkunden im Landratsamt Neu-Ulm übernahmen Landrat Thorsten Freudenberger und Peter Lauber, Leitender Vermessungsdirektor beim Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Günzburg. Bei der Ehrung anwesend waren ebenfalls die jeweiligen Bürgermeister, was die Besonderheit und Bedeutung dieses Amtes für die Kommunen nochmals verdeutlichte.

„Das traditionsreiche und zugleich moderne Ehrenamt ist tief in der Gesellschaft und in der kulturellen Identität unseres Landes verankert“, sagte Vermessungsdirektor Peter Lauber. Seit 2016 gehört das „Feldgeschworenenwesen in Bayern“ sogar zum immateriellen Kulturerbe.

Feldgeschworene wirken in Bayern bei der Kennzeichnung von Grundstücksgrenzen und Flurstücken mit, setzen Grenzsteine, überwachen Grenzzeichen oder nehmen Grenzbegehungen vor. „Grenzen sind nur etwas wert, wenn sie erkennbar sind und wenn sie eingehalten werden“, betonte Lauber. Dazu tragen die Feldgeschworenen als „Hüter der Grenzen“ entschieden bei und nehmen eine wichtige Mittlerfunktion zwischen den Bürgerinnen und Bürgern und der Staatsbehörde ein. Mit ihrem Wissen und Können, das von Generation zu Generation weiter gegeben wird, erfahren sie ein hohes Ansehen, weshalb ihnen von allen Seiten großes Vertrauen entgegen gebracht wird und sie dadurch schon so manchen Streit schlichten konnten. „Ihre unübertreffliche Ortskenntnis, das Vertrauen und der Respekt, den Sie bei der Bevölkerung genießen, Ihre Zuverlässigkeit, Ihr Fachwissen und Ihre Diskretion und nicht zuletzt Ihr handwerkliches und technisches Geschick machen Sie und Ihre Arbeit so wertvoll“, erläuterte Landrat Thorsten Freudenberger. Die Wahl zum Feldgeschworenen erfolgt auf Lebenszeit.

Wie wichtig und zeitgemäß dieses Ehrenamt auch heute noch ist, beweisen nicht zuletzt die Jahrhunderte, die es überdauert hat. Dabei werden die Kompetenzen der Feldgeschworenen heute durch moderne digitale Verfahren wie elektronische Tachymeter und Feldrechner, Satellitenmessverfahren und digitale Flurkarte ergänzt.

Ehrung für 50 Jahre Tätigkeit als Feldgeschworener

  • Erwin Galler (Nersingen)
  • Helmut Häußler (Neu-Ulm)
  • Stefan Keller (Pfaffenhofen)
  • Alois Zeller (Pfaffenhofen)

Ehrung für 25 Jahre Tätigkeit als Feldgeschworener

  • Johann Hieber (Roggenburg)
  • Georg Ott (Weißenhorn)
  • Alois Rothermel (Weißenhorn)


Fotos: Landratsamt Neu-Ulm/Kerstin Weidner

© Martina Plaschke E-Mail

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