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Den Wald im Blick

Das dritte Koordinierungstreffen Arten- und Naturschutz im Landratsamt Neu-Ulm hatte das Thema Wald als Schwerpunkt

Er bindet CO2, ist ein beliebter Naherholungsort und befindet sich im Umbruch: Der Wald. Dieser stand beim dritten Koordinierungstreffen Arten- und Naturschutz im Landratsamt Neu-Ulm im Mittelpunkt. Neben den Mitgliedern des Naturschutzbeirates des Landkreises waren Vertreter des Bund Naturschutzes, der Imker, der Landwirtschaft, des Gemeindetags, Mitarbeiter des Staatlichen Bauamts Krumbach sowie des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) bei dem Treffen anwesend.

Wie sich der Klimawandel auf die heimischen Wälder auswirkt und was es hierbei zu beachten gilt, darüber informierte Stefanie Süß von der Fachstelle Waldumbau beim AELF in Krumbach. Ihr Fazit: Der Wald stirbt nicht – aber das Waldbild wird sich vielerorts verändern. So sollte man künftig auf standortgetreue Mischwälder setzen sowie mit der Beteiligung von heimischen Baumarten, Biotopbäumen und Totholz abwechslungsreiche Strukturen schaffen. Beratung und Unterstützung bietet die Bayerische Forstverwaltung mit ihren Revierleitern vor Ort in Form verschiedener Programme. Ziel dieser Programme ist es, private und kommunale Waldbesitzer zu stärken. Zudem sei eine enge Zusammenarbeit aller Akteure wichtig. Ein Punkt, der grundsätzlich für jeden Bereich gilt wie sich alle einig waren. „Es geht nur miteinander“, sagte Landrat Thorsten Freudenberger. „Wir müssen gemeinsame Wege finden, um den Arten- und Naturschutz voranzubringen.“

Zum Thema Wald hat sich auch der Landkreis Neu-Ulm bereits Gedanken gemacht und im November 2019 seinen ersten Klimawald mit rund 8.000 Bäumen angepflanzt. Unterstützung und fachliche Hilfe gab es von Revierförster Bernd Karrer vom AELF in Krumbach. Dieses Projekt stellte der Ideengeber und Initiator Michael Angerer, Leiter des Fachbereichs Naturschutz und Landschaftsplanung im Landratsamt den Anwesenden vor. Die Aktion soll als Kooperationsprojekt des Landkreises mit den Kommunen fortgesetzt werden. Zudem ist ein Ökosponsoring geplant, indem die ansässigen größeren Wirtschaftsunternehmen in das Projekt mit einbezogen werden. Ziel ist es, bis zum Jahr 2030 100.000 Bäume zu pflanzen. Für 2020 ist geplant, die nächsten 7.000 Bäume auf zwei landkreiseigenen Grundstücken bei Illerberg und Witzighausen zu setzen.

Informationen zum Thema Straßenbegleitgrün hatten Mitarbeiter des Staatlichen Bauamts Krumbach im Gepäck. So sollen mit Hilfe von Luftbildern und durch das Abfahren der Strecken geeignete Flächen für sogenannte Extensivpflegebereiche ermittelt werden. Für die Bereiche soll dann ein Pflegekonzept erstellt werden und diese sollen dann künftig gemäht und nicht gemulcht werden. Die sogenannten Intensivpflegebereiche direkt an den Straßenrändern werden mit Blick auf die notwendige Sicherstellung der Verkehrssicherheit weiter gemulcht werden.

Das Koordinerungstreffen hat sich mittlerweile zu einer festen Einrichtung und als Dialogforum der verschiedensten Interessensvertretungen etabliert und soll in dieser Form fortgeführt werden. Im Juli 2020 ist das vierte Treffen dieser Art im Landratsamt Neu-Ulm geplant.

© Martina Plaschke E-Mail

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Den Wald im Blick

Das dritte Koordinierungstreffen Arten- und Naturschutz im Landratsamt Neu-Ulm hatte das Thema Wald als Schwerpunkt

Er bindet CO2, ist ein beliebter Naherholungsort und befindet sich im Umbruch: Der Wald. Dieser stand beim dritten Koordinierungstreffen Arten- und Naturschutz im Landratsamt Neu-Ulm im Mittelpunkt. Neben den Mitgliedern des Naturschutzbeirates des Landkreises waren Vertreter des Bund Naturschutzes, der Imker, der Landwirtschaft, des Gemeindetags, Mitarbeiter des Staatlichen Bauamts Krumbach sowie des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) bei dem Treffen anwesend.

Wie sich der Klimawandel auf die heimischen Wälder auswirkt und was es hierbei zu beachten gilt, darüber informierte Stefanie Süß von der Fachstelle Waldumbau beim AELF in Krumbach. Ihr Fazit: Der Wald stirbt nicht – aber das Waldbild wird sich vielerorts verändern. So sollte man künftig auf standortgetreue Mischwälder setzen sowie mit der Beteiligung von heimischen Baumarten, Biotopbäumen und Totholz abwechslungsreiche Strukturen schaffen. Beratung und Unterstützung bietet die Bayerische Forstverwaltung mit ihren Revierleitern vor Ort in Form verschiedener Programme. Ziel dieser Programme ist es, private und kommunale Waldbesitzer zu stärken. Zudem sei eine enge Zusammenarbeit aller Akteure wichtig. Ein Punkt, der grundsätzlich für jeden Bereich gilt wie sich alle einig waren. „Es geht nur miteinander“, sagte Landrat Thorsten Freudenberger. „Wir müssen gemeinsame Wege finden, um den Arten- und Naturschutz voranzubringen.“

Zum Thema Wald hat sich auch der Landkreis Neu-Ulm bereits Gedanken gemacht und im November 2019 seinen ersten Klimawald mit rund 8.000 Bäumen angepflanzt. Unterstützung und fachliche Hilfe gab es von Revierförster Bernd Karrer vom AELF in Krumbach. Dieses Projekt stellte der Ideengeber und Initiator Michael Angerer, Leiter des Fachbereichs Naturschutz und Landschaftsplanung im Landratsamt den Anwesenden vor. Die Aktion soll als Kooperationsprojekt des Landkreises mit den Kommunen fortgesetzt werden. Zudem ist ein Ökosponsoring geplant, indem die ansässigen größeren Wirtschaftsunternehmen in das Projekt mit einbezogen werden. Ziel ist es, bis zum Jahr 2030 100.000 Bäume zu pflanzen. Für 2020 ist geplant, die nächsten 7.000 Bäume auf zwei landkreiseigenen Grundstücken bei Illerberg und Witzighausen zu setzen.

Informationen zum Thema Straßenbegleitgrün hatten Mitarbeiter des Staatlichen Bauamts Krumbach im Gepäck. So sollen mit Hilfe von Luftbildern und durch das Abfahren der Strecken geeignete Flächen für sogenannte Extensivpflegebereiche ermittelt werden. Für die Bereiche soll dann ein Pflegekonzept erstellt werden und diese sollen dann künftig gemäht und nicht gemulcht werden. Die sogenannten Intensivpflegebereiche direkt an den Straßenrändern werden mit Blick auf die notwendige Sicherstellung der Verkehrssicherheit weiter gemulcht werden.

Das Koordinerungstreffen hat sich mittlerweile zu einer festen Einrichtung und als Dialogforum der verschiedensten Interessensvertretungen etabliert und soll in dieser Form fortgeführt werden. Im Juli 2020 ist das vierte Treffen dieser Art im Landratsamt Neu-Ulm geplant.

© Martina Plaschke E-Mail

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