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100.000 Euro Bundesförderung für 5G-Breitband

Konzept der Region Ulm/Neu-Ulm überzeugt bei Innovationswettbewerb

Die Stadt Ulm, der Alb-Donau-Kreis und der Landkreis Neu-Ulm haben sich gemeinsam erfolgreich um Fördermittel im Rahmen der 5x5G-Strategie des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur beworben. Der Bund gewährt den Partnern für die Erstellung eines Grundlagenkonzepts 100.000 Euro an Fördermitteln. Das Konzept soll bis Ende April vorliegen, den Gebietskörperschaften entsteht aufgrund der Förderung kein finanzieller Aufwand.

Im Mittelpunkt des gemeinsamen Antrags stand die Frage, wie die Mobilfunktechnologie der fünften Generation (5G) für öffentliche Aufgaben und mit einem spürbaren Mehrwert für die Bevölkerung genutzt werden kann. Als konkreter Anwendungsfall sollten Nutzen und Anforderungen im Feuerwehrwesen, Katastrophenschutz und Rettungswesen untersucht werden. Als besondere Herausforderung wurde die Notwendigkeit einer lückenlosen Verfügbarkeit im urbanen wie im ländlichen Raum gesehen.

„Nach der Vergabe der 5G-Lizenzen werden in den kommenden Jahren viele Anbieter, aber auch Bürgerinnen und Bürger auf uns zukommen und Interessen, Ängste und Forderungen formulieren. Das geförderte Konzept soll eine Grundlage bilden, um von Beginn an möglichst konkrete Einsatzfelder zu identifizieren, bei denen ein echter Nutzen für die Bevölkerung vorliegt", unterstreicht Oberbürgermeister Gunter Czisch die gemeinsame Linie des Antrags.

„5G- Qualität ist ein Thema für unsere ganze Region. Auch die Landkreise brauchen diese leistungsstarke Mobilfunktechnologie flächendeckend und lückenlos, um wirtschaftlich mit der Spitze weiterhin mithalten zu können. Denn wir wollen Leben, Wohnen und Arbeiten im ländlichen Raum auch für die Zukunft attraktiv gestalten. Gerade der Rettungsdienst der Zukunft benötigt lückenlose leistungsstarke Mobilfunkverbindungen. Dies insbesondere dann, wenn der im Land konzipierte Telenotarzt eingesetzt wird. Dieser könnte wesentlich zur Entlastung der angespannten Notarztsituation beitragen“, sagte der Landrat des Alb-Donau-Kreises, Heiner Scheffold.

„Das erfolgreiche Bestehen der ersten Auswahlrunde ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Verwirklichung konkreter Projekte, die dann im länderübergreifenden  Schulterschluss realisiert werden können. Dies kann eine große Chance bieten, die Digitalisierung in akuten Notfällen für die Menschen sinnvoll einzusetzen“, erklärte Landrat Thorsten Freudenberger (Landkreis Neu-Ulm).

Ronja Kemmer, Bundestagsabgeordnete aus Ulm, ergänzte: “Die 5G Technologie hat unglaublich viele Anwendungsmöglichkeiten. Das schafft Flexibilität für den Einsatz, von der Echtzeit-Logistik bis zur Rettungsmission. Bei den Konzepten geht es um konkrete Anwendungsfälle, die uns im alltäglichen Leben helfen werden. 5G kann im Einsatz bei den Blaulichtorganisationen Leben retten, und ich finde es sehr gut, dass wir damit die Region sicherer machen können."

Die Gebietskörperschaften werden für die Dauer des Projekts eine gemeinsame Projektgruppe einrichten, die zusammen mit Fachexperten das geförderte Konzept erarbeiten wird. Die Bevölkerung frühzeitig einzubinden, wird dabei als wichtiges Element der Projektarbeit festgelegt.

Zum Förderprogramm:

Die Bundesregierung setzt mit der 5G-Strategie für Deutschland auf eine Offensive für die Entwicklung Deutschlands zum Leitmarkt für 5G-Technologien und -Anwendungen. Mit dem Ausruf des 5G Innovationswettbewerbs konkretisiert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur dieses bundespolitische Programm.

Die Digitalisierung schreitet rasch voran. Die Anzahl vernetzter Gegenstände in der Wirtschaft, aber auch im Alltag jedes Einzelnen wächst stetig. Zukünftig kommunizieren weltweit Milliarden Gegenstände, Sensoren oder Maschinen miteinander. Neue Mobilitätslösungen erfordern eine effektive Vernetzung der Verkehrsteilnehmer, Passagiere und Waren. Die kommende Mobilfunkgeneration 5G steht als Schlüsseltechnologie zur Realisierung der digitalen Transformation im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Für Deutschland bietet 5G große Innovations-und Wertschöpfungspotenziale. Die Vernetzung von Produktionsprozessen bietet Möglichkeiten für eine Produktivitätssteigerung, höhere Ressourceneffizienz und geringere Emissionen. Für jeden Einzelnen eröffnet die technologische Weiterentwicklung Chancen für eine verbesserte Lebensqualität. Hierzu tragen z. B. intelligente Gesundheitsdienste, vernetzte Mobilität und mobiles eGovernment bei.

© Martina Plaschke E-Mail

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