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Strukturen und bewährte Abläufe können bei Bedarf schnell wieder hoch gefahren werden

Aufhebung des Katastrophenfalls im Landkreis Neu-Ulm

Nach drei Monaten wurde der Katastrophenfall in Bayern und damit im Landkreis Neu-Ulm aufgehoben. Für die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) sowie die erweiterte Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landkreis bedeutet das, dass sie sich nun auflösen konnten. Aufgabe der FüGK war es, die notwendigen Maßnahmen wie das Zusammenwirken der vielen Beteiligten zu koordinieren, und Verbindung zu den Führungsgruppen der Bezirksregierung und des Innenministeriums zu halten. Eine weitere wichtige Aufgabe war es, die Verteilung von Schutzausrüstung zentral zu organisieren, woran die Feuerwehr maßgeblich beteiligt war.

Des Weiteren stellen die Fieberambulanzen bzw. Corona-Schwerpunktpraxen in Neu-Ulm und Altenstadt ihren Betrieb nach dieser Woche ein. In den Fieberambulanzen wurden Patientinnen und Patienten mit Fieber, Grippe- bzw. Coronovirussymptomen und Erkrankungen der oberen Atemwege untersucht und behandelt. Aufgrund der aktuell niedrigen Fallzahlen können die Fieberambulanzen wieder geschlossen werden. Außerdem endet die Bestellung des Versorgungsarztes Dr. Stefan Thamasett und seines Unterstützerstabs, Dr. Ute Preschke und Dr. Peter Czermak.

Bereits vollständig zurückgebaut wurde das Claretiner Kolleg, das im Bedarfsfall für zusätzliche Bettenkapazitäten für Corona-Patienten vorgesehen war. Den Rückbau haben – wie bereits die Aufrüstung und Ausstattung vor einigen Wochen – erneut die Einsatzkräfte von BRK, THW und Feuerwehren übernommen. Zwei Schleusen bleiben allerdings noch bestehen, um im Bedarfsfall schnell reagieren und die Bettenkapazitäten wieder erweitern zu können.

„Ich danke allen Einsatzkräften, Helfern, Mitarbeitern sowie allen Verantwortlichen herzlich für die großartige Arbeit, die sie in den vergangenen Monaten geleistet haben“, sagt Landrat Thorsten Freudenberger. Das reicht von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kliniken, den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, der Polizei und allen Blaulichtorganisationen bis zum Schulamt, den Lehrerinnen und Lehrern sowie den Erzieherinnen und Erziehern in den Kinderbetreuungseinrichtungen und vielen mehr.

„Es waren intensive und nicht immer einfache Wochen. Gemeinsam haben wir es geschafft, gut durch diese Zeit zu kommen und alle erforderlichen Aufgaben zu meistern.“ Besonders zu loben ist die hoch professionelle und engagierte Arbeit der Beteiligten. „Ganz besonders auch von denjenigen, die eher im Hintergrund agieren und deren Engagement in der breiten Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wird.“

Im Zuge des Katastrophenfalls wurden Strukturen und Abläufe geschaffen, die sich bewährt haben und im Bedarfsfall schnell wieder hochgefahren und eingesetzt werden können. Dazu zählen unter anderem die Wiederaufnahme der Fieberambulanzen, die Reaktivierung des Corona-Drive-Through in Senden sowie die Erweiterung der Bettenkapazitäten für die Kliniken.

Auch wenn die Führungsgruppe Katastrophenschutz nach Aufhebung des Katastrophenfalls nicht mehr im Einsatz ist, so werden die weiterhin erforderlichen Maßnahmen und Aufgaben natürlich fortgesetzt. Dazu gehören unter anderem die Beobachtung der Fallzahlen und der 7-Tage-Inzidenz. Darüber hinaus werden die verschiedenen Stellen und Organisationen regelmäßig in Kontakt bleiben und sich austauschen, um gegebenenfalls schnell auf Änderungen reagieren zu können. „Auch nach dem Ende des Katastrophenfalls beschäftigen uns die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen weiterhin intensiv“, sagt Landrat Thorsten Freudenberger. Dazu gehören im Moment vor allem die Aufarbeitung der letzten Monate sowie die Rückführung in den Regelbetrieb.

„Dass wir diese Schritte rund drei Monate nach Verkündung des bislang ersten bayernweiten Katastrophenfalls gehen können, haben wir der Disziplin und Ausdauer der Menschen in unserem Landkreis zu verdanken. Ohne die Einschränkungen in unserem Alltag und der Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln, wäre dies nicht zu meistern gewesen. Besonderen Rückenwind haben wir dabei durch die große Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung, die erlebte Menschlichkeit und den tollen Zusammenhalt erfahren. Ich hoffe, dass diese positiven Aspekte der zurückliegenden Krisenmonate uns alle weiterhin begleiten und stärken werden.“

© Martina Plaschke E-Mail

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