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Frühwarnwert im Landkreis Neu-Ulm erneut überschritten

Keine weiteren einschränkenden Maßnahmen geplant

Im Landkreis Neu-Ulm wurden 12 bestätigte Neu-Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Aktuell sind im Landkreis Neu-Ulm 85 Personen mit einer Coronavirus-Infektion gemeldet. Insgesamt wurden bis heute 725 Fälle gemeldet. Davon sind 614 Personen aus der Quarantäne entlassen worden.

In den letzten sieben Tagen wurden 68 neue Infektionsfälle gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Neu-Ulm liegt aktuell bei 38,8 pro 100.000 Einwohnern. Damit ist der bayerische Frühwarnwert (35 pro 100.000 Einwohner) erneut überschritten. Weitere einschränkende Maßnahmen für den Landkreis Neu-Ulm sind aktuell dennoch nicht geplant. Bis jetzt kam es im Landkreis zu keiner Bildung von Hot-Spots oder größeren Clustern. Die Fälle sind auf einzelne Infektionsgeschehen zurückzuführen, die sich auf keinen bestimmten Ort im Landkreis konzentrieren. Die Infektionen gehen vor allem auf Reiserückkehrer und Folgeinfektionen in der Familie sowie auf private Feiern mit Folgeinfektionen zurück. Auch die Anzahl der Testungen hat zugenommen.

Des Weiteren gibt es aktuell keine Ausbrüche in Gemeinschaftsunterkünften wie Alten- und Pflegeheimen und Asylunterkünften. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Öffentlichen Gesundheitsdienstes haben das Infektionsgeschehen im Landkreis im Blick und ermitteln Kontaktpersonen, um die Infektionsketten zügig zu unterbrechen. Vor diesem Hintergrund und um die Bürgerinnen und Bürger nicht noch mit weiteren Einschränkungen zu belasten, sind deshalb im Moment keine weiteren einschränkenden Maßnahmen vorgesehen.

Das bedeutet zum aktuellen Zeitpunkt, dass die Maskenpflicht im Unterricht im Landkreis Neu-Ulm nächste Woche nicht fortgesetzt wird, auch wenn der Frühwarnwert überschritten wurde. Das Bayerische Kabinett hatte für den gesamten Freistaat eine allgemeine Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler im Unterricht in den ersten beiden Unterrichtswochen erlassen. Ausgenommen waren die Jahrgangsstufen 1 bis 4. Ab der dritten Unterrichtswoche entfällt diese allgemeine bayernweite Regelung wieder. Die Maskenplicht außerhalb des Klassenzimmers bleibt aber weiter bestehen. Das hat das Kultusministerium heute noch mal mitgeteilt.

Aktuell befinden sich zwei Gruppen einer Kindertageseinrichtung in Neu-Ulm sowie elf Schulklassen (Neu-Ulm, Elchingen, Illertissen und Vöhringen) in Quarantäne, weil sie Kontaktpersonen der Kategorie 1 zu bestätigten Fällen sind.

Hintergrundinfo Drei-Stufen-Plan und Überschreitung Frühwarnwert

Das Kultusministerium hat in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium einen Drei-Stufen-Plan für den Unterrichtsbetrieb entwickelt. Dieser Stufenplan orientiert sich am Infektionsgeschehen im jeweiligen Kreis (Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner). Bei der Überschreitung des Frühwarnwerts (35 Fälle pro 100.000 Einwohner) empfiehlt der Stufen-Plan, dass Schülerinnen und Schüler auch während des Unterrichts eine Maske tragen. Dabei handelt es sich um eine Empfehlung und keine Maßnahme, die automatisch umgesetzt werden muss. So spielt die Beurteilung des aktuellen Infektionsgeschehens im jeweiligen Landkreis eine wichtige Rolle.

Die Entscheidung, welche Maßnahmen an den Schulen im jeweiligen Kreis umzusetzen sind, trifft das zuständige Gesundheitsamt in Abstimmung mit dem Schulamt und der Kita-Aufsicht.

Hygiene- und Abstandsregeln bitte weiter einhalten

Grundsätzlich sind alle Bürgerinnen und Bürger gebeten, sich an die Hygiene- und Abstandsregeln zu halten. Bitte regelmäßig Hände waschen und desinfizieren, die notwendigen Abstände einhalten und einen Mund-Nasen-Schutz tragen, wo er verpflichtend vorgeschrieben ist. Damit kann jeder dazu beitragen, das Virus nicht zu verbreiten.

© Kerstin Weidner E-Mail

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