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Ende des Katastrophenfalls: Erweiterte Führungsgruppe Katastrophenschutz tritt ein letztes Mal zusammen

Beteiligte haben sich einer noch nie dagewesenen Herausforderung gestellt

Es ist das Ende des Katastrophenfalls, aber keineswegs das Ende der Zusammenarbeit: Nachdem der Freistaat Bayern zum 7. Juni 2021 den Katastrophenfall aufgehoben hat, ist die sogenannte erweiterte Führungsgruppe Katastrophenschutz (eFüGK) im Landkreis Neu-Ulm zum letzten Mal zusammengetreten.

Erweiterte Führungsgruppe Katastrophenschutz – was heißt das? In der eFüGK haben sich die Vertreterinnen und Vertreter der unterschiedlichen Einrichtungen und Organsationen getroffen, um die erforderlichen Aufgaben während der Corona-Pandemie zu koordinieren. Dadurch hatte man die wesentlichen Akteure an einen Tisch geholt, um sich zu vernetzen, Problemstellungen zu erörtern und Lösungen dafür zu erarbeiten. Ein weiterer Vorteil war, dass man sich auf kurzem und unkompliziertem Weg miteinander austauschen konnte.

Wie der Name schon sagt, handelte es sich bei diesem Gremium um eine Erweiterung der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) im Landratsamt. Als Katastrophenschutzbehörde treten im Landratsamt die Mitglieder der FüGK zusammen, sobald ein Katastrophenfall ausgerufen wird. Die FüGK besteht aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamts. Unterstützung gibt es von externen Fachberatern. Aufgrund der zahlreichen Akteure und vielfältigen Aufgaben in der Corona-Pandemie wurde die erweiterte FüGK geschaffen.

Regelmäßige Vertreterinnen und Vertreter in der eFüGK waren:

  • Landrat
  • Landratsamt (z. B. Öffentlicher Gesundheitsdienst, FüGK, Aufsicht für Pflege- und Behinderteneinrichtungen sowie ambulant betreute Wohngemeinschaften und Hospize, Schul- und Kindergartenaufsicht)
  • Feuerwehr
  • BRK
  • Polizei
  • THW
  • Bundeswehr
  • Kliniken
  • Impfzentren
  • Ärzte
  • Staatliches Schulamt
  • Kommunen
  • Apotheken

Bei Bedarf wurden weitere Ansprechpartner wie Vertreter von Pflegeeinrichtungen hinzugezogen.

Zwei Mal wurde im Rahmen der Corona-Pandemie der Katastrophenfall in Bayern ausgerufen. Das erste Mal vom 16. März bis 16. Juni 2020 und das zweite Mal vom 9. Dezember 2020 bis 7. Juni 2021. 78 mal sind die Mitglieder während dieser zwei Phasen zusammengekommen. Am Anfang noch täglich, später wöchentlich und digital. Aber auch zwischen den beiden Katastrophenfällen fand ein regelmäßiger Austausch sowie eine stetige Zusammenarbeit zwischen einzelnen Akteuren statt, um die täglichen Arbeiten zu bewältigen. Das soll auch künftig so bleiben. Denn das Ende der Pandemie steht leider noch nicht fest und so gilt es weiterhin, die noch anfallenden Aufgaben zu einem guten Ende zu bringen.

Die Mitglieder der eFüGK haben stets vollen Einsatz gezeigt und gemeinsam nicht nur die Pflichtaufgaben erfüllt. „Alle Beteiligten haben Großartiges geleistet“, sagt Landrat Thorsten Freudenberger. „Wir standen vor einer noch nie dagewesenen Herausforderung, die uns alle gefordert hat und die es jetzt gut zu Ende zu bringen gilt.“

Im Wesentlichen beschäftigte sich die eFüGK mit der Beurteilung und Beobachtung des Infektionsgeschehens, der Verteilung der persönlichen Schutzausrüstung an Ärzte und medizinische Einrichtungen, der Verteilung von FFP2-Masken an Schulen und Bedürftige, der Verteilung von Schnelltests an Alten- und Pflegeheime sowie Bildungseinrichtungen, des Aufbaus von Schnelltestzentren, der Einrichtung des Testzentrums des Landkreises Neu-Ulm sowie der Impfzentren in Weißenhorn, Neu-Ulm und Illertissen.

Wir danken allen Beteiligten für die hervorragende Unterstützung und die konstruktive Zusammenarbeit!

© Martina Plaschke E-Mail

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