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Bayern verlängert Lockdown und vertieft Kontaktbeschränkungen

Bericht aus der Bayerischen Kabinettssitzung vom 06.01.2021

Der Lockdown in Bayern wird zunächst bis zum 31. Januar 2021 verlängert. Das hat der Bayerische Ministerrat am 06.01.2021 in seiner Sitzung beschlossen.

Darüber hinaus wurde festgelegt, die bisherigen Maßnahmen zu vertiefen. Diese gelten ab Montag, 11. Januar 2021. Dazu gehören:

  • Private Zusammenkünfte sind nur noch mit Angehörigen des eigenen Haushaltes und maximal einer weiteren Person, die nicht zum selben Haushalt gehört, gestattet.

    Die wechselseitige, unentgeltliche und nicht geschäftsmäßige Beaufsichtung für Kinder unter 14 Jahren in festen, familiär oder nachbarschaftlich organisierten Betreuungsgemeinschaften ist zulässig. Diese darf Kinder aus maximal zwei Haushalten umfassen.

  • In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von über 200 Fällen pro 100.000 Einwohner sind touristische Tagesausflüge über einen Umkreis von 15 Kilometern um den Wohnort (das heißt die politische Gemeinde; Grenze der Kommune, in der man wohnt) hinaus untersagt.

  • Betriebskantinen werden geschlossen, wo immer die Arbeitsabläufe es zulassen. Zulässig bleibt die Abgabe von mitnahmefähigen Speisen und Getränken. Der Verzehr vor Ort ist untersagt.

 

Weitere Maßnahmen

  • Schulen bleiben geschlossen. Es erfolgt Distanzunterricht in allen Schulen und Jahrgangsstufen. Eine Notbetreuung wird für Kinder der Jahrgangsstufen 1 bis 6 sowie für Schülerinnen und Schüler der Förderschulen und Kinder mit Behinderungen angeboten. Sobald es das Infektionsgeschehen nach dem 31. Januar 2021 zulässt, wird eine Rückkehr zum Präsenzunterricht – nach Jahrgangsstufen gestaffelt – angestrebt.

  • Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen und organisierte Spielgruppen für Kinder bleiben geschlossen. Eine Notbetreuung für Eltern, die ihre Kinder nicht selbst betreuen können, wird eingerichtet.

  • Dem Einzelhandel wird gestattet, unter strikter Wahrung von Schutz- und Hygienekonzepten (insbesondere gestaffelte Zeitfenster zur Abholung) sowie umfassender Verwendung von FFP2-Masken, sogenannte click-and-collect oder call-and-collect Leistungen anzubieten. Darunter versteht man die Abholung online oder telefonisch bestellter Ware.

  • Reisen in Risikogebiete sind ohne triftigen Grund weiterhin unbedingt zu vermeiden.

    Für Einreisen aus Risikogebieten nach Deutschland bekräftigt der Ministerrat die bereits am 22. Dezember 2020 beschlossene Zwei-Test-Strategie: Ein Test ist im unmittelbaren Zusammenhang mit der Einreise vorzulegen. Dieser Test darf bei der Einreise maximal 48 Stunden alt sein oder muss unmittelbar nach der Einreise vorgenommen werden. Ein weiterer Test ist für die Verkürzung einer bestehenden Quarantäneverpflichtung am fünften Tag nach der Einreise erforderlich.

    Neben der Test- und Quarantänepflicht besteht weiterhin die Verpflichtung zur digitalen Einreiseanmeldung.

  • Auch im beruflichen Umfeld sollen Kontakte soweit wie möglich vermieden werden und deshalb im Homeoffice gearbeitet werden.

Mehr aus der Bayerischen Kabinettssitzung vom 06.01.2021 unter https://www.bayern.de/bericht-aus-der-kabinettssitzung-vom-6-januar-2021/?seite=1617

© Martina Plaschke E-Mail

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