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Flächen im dicht besiedelten Landkreis Neu-Ulm sind besonders kostbar

Stellvertretender Landrat Brechtel: „Bei uns wird verantwortungsbewusst mit Flächen umgegangen“

Flächen sind ein knappes Gut, besonders im sehr dicht besiedelten Landkreis Neu-Ulm. Die Flächenversiegelung zwischen Elchingen und Kellmünz nimmt zwar weiter zu, sie liegt aber, bezogen auf den Bevölkerungszuwachs, mittlerweile unter dem bayerischen und schwäbischen Durchschnitt. Das geht aus dem neuesten Flächenbericht des Landratsamtes hervor, der nun vor Vertretern des Kreistages vorgestellt worden ist.

Der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsflächen beträgt danach knapp 18,6 Prozent. Das sind circa 215,5 Hektar (umgerechnet 2,15 Quadratkilometer) mehr als fünf Jahre davor, also zum 31. Dezember 2014. Zum Vergleich: Ein Fußballfeld misst etwa 0,65 Hektar, das sind 6.500 Quadratmeter. Jährlich betrug die Zunahme bebauter Flächen in diesem 5-Jahres-Zeitraum rund 43 Hektar. Darin sind die benötigten Flächen für den Ausbau der Bundesstraße 10 noch nicht enthalten.

Die Bevölkerungszahl des Landkreises Neu-Ulm stieg im genannten Zeitraum um knapp 4,4 Prozent auf 175.204 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand: 31.12.2019). Das ist im bayerischen Vergleich überdurchschnittlich viel (Bayern: 3,4 Prozent). Bezogen auf die Gebietsfläche ist der Landkreis mit 340 Einwohnern pro Quadratkilometer nach wie vor einer der am dichtesten besiedelten Landkreise im Freistaat Bayern (186 Einwohner pro Quadratkilometer).

Setzt man den Bevölkerungszuwachs ins Verhältnis zur Flächenveränderung, dann zeigt sich, dass sich der Flächenverbrauch im Landkreis Neu-Ulm weitaus günstiger darstellt als in Bayern und im Regierungsbezirk Schwaben. Mit anderen Worten: Die Flächenzunahme für Siedlung und Verkehr ist pro  zugezogener Person im Landkreis Neu-Ulm geringer. 

Dennoch sei es wichtig, dass auch der Landkreis weiter der „fortschreitenden Flächenversiegelung entgegenwirkt“, erklärte der Fachbereichsleiter Bauleitplanung im Landratsamt, Roland März. Dies, so ergänzte stellvertretender Landrat Brechtel, könne jedoch nicht in der Weise geschehen, dass sich der Landkreis als „Oberlehrer“ der Städte und Gemeinden aufspiele. Der Landkreis könne den kreisangehörigen Kommunen „keine Anweisungen“ geben, wie diese mit ihren Flächen zu verfahren hätten. Er könne aber darauf hinweisen, dass die Natur kostbar sei und dieser Einsicht bei der Ausweisung und Bebauung von Flächen Rechnung getragen werde solle.

Dies wüssten und befolgten die Menschen aber bereits, stellte stellvertretender Landrat Franz Clemens Brechtel heraus: „In unserem Landkreis wird verantwortungsbewusst mit Flächen umgegangen.“ 

© Martina Herrmann E-Mail

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Flächen im dicht besiedelten Landkreis Neu-Ulm sind besonders kostbar

Stellvertretender Landrat Brechtel: „Bei uns wird verantwortungsbewusst mit Flächen umgegangen“

Flächen sind ein knappes Gut, besonders im sehr dicht besiedelten Landkreis Neu-Ulm. Die Flächenversiegelung zwischen Elchingen und Kellmünz nimmt zwar weiter zu, sie liegt aber, bezogen auf den Bevölkerungszuwachs, mittlerweile unter dem bayerischen und schwäbischen Durchschnitt. Das geht aus dem neuesten Flächenbericht des Landratsamtes hervor, der nun vor Vertretern des Kreistages vorgestellt worden ist.

Der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsflächen beträgt danach knapp 18,6 Prozent. Das sind circa 215,5 Hektar (umgerechnet 2,15 Quadratkilometer) mehr als fünf Jahre davor, also zum 31. Dezember 2014. Zum Vergleich: Ein Fußballfeld misst etwa 0,65 Hektar, das sind 6.500 Quadratmeter. Jährlich betrug die Zunahme bebauter Flächen in diesem 5-Jahres-Zeitraum rund 43 Hektar. Darin sind die benötigten Flächen für den Ausbau der Bundesstraße 10 noch nicht enthalten.

Die Bevölkerungszahl des Landkreises Neu-Ulm stieg im genannten Zeitraum um knapp 4,4 Prozent auf 175.204 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand: 31.12.2019). Das ist im bayerischen Vergleich überdurchschnittlich viel (Bayern: 3,4 Prozent). Bezogen auf die Gebietsfläche ist der Landkreis mit 340 Einwohnern pro Quadratkilometer nach wie vor einer der am dichtesten besiedelten Landkreise im Freistaat Bayern (186 Einwohner pro Quadratkilometer).

Setzt man den Bevölkerungszuwachs ins Verhältnis zur Flächenveränderung, dann zeigt sich, dass sich der Flächenverbrauch im Landkreis Neu-Ulm weitaus günstiger darstellt als in Bayern und im Regierungsbezirk Schwaben. Mit anderen Worten: Die Flächenzunahme für Siedlung und Verkehr ist pro  zugezogener Person im Landkreis Neu-Ulm geringer. 

Dennoch sei es wichtig, dass auch der Landkreis weiter der „fortschreitenden Flächenversiegelung entgegenwirkt“, erklärte der Fachbereichsleiter Bauleitplanung im Landratsamt, Roland März. Dies, so ergänzte stellvertretender Landrat Brechtel, könne jedoch nicht in der Weise geschehen, dass sich der Landkreis als „Oberlehrer“ der Städte und Gemeinden aufspiele. Der Landkreis könne den kreisangehörigen Kommunen „keine Anweisungen“ geben, wie diese mit ihren Flächen zu verfahren hätten. Er könne aber darauf hinweisen, dass die Natur kostbar sei und dieser Einsicht bei der Ausweisung und Bebauung von Flächen Rechnung getragen werde solle.

Dies wüssten und befolgten die Menschen aber bereits, stellte stellvertretender Landrat Franz Clemens Brechtel heraus: „In unserem Landkreis wird verantwortungsbewusst mit Flächen umgegangen.“ 

© Martina Herrmann E-Mail

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