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BCKategorie 13.05.2015 11:57:52 Uhr | Landkreis Neu-Ulm | Aktuelle Mitteilungen | Startseite | Suche LK | Artikelkat

Landkreis Neu-Ulm unterstützt Kleinbauern im globalen Süden

Am 9. Mai ist der Internationale Tag des Fairen Handels (World Fair Trade Day)

Am Samstag, 9. Mai 2020, ist der Internationale Tag des Fairen Handels (World Fair Trade Day). An diesem Tag macht die Fair-Handels-Bewegung, zu der seit einigen Monaten auch der Landkreis Neu-Ulm zählt, auf ihre Vision einer gerechteren Welt sowie eines Handels zum Wohle von Menschen und Umwelt aufmerksam.

In den Herkunftsländern fair gehandelter Waren – das sind circa 70 Staaten auf der Erde – trifft das neuartige Coronavirus auf fragile Gesundheitssysteme sowie zugleich auf eine exportabhängige Wirtschaft und eine fehlende soziale Absicherung. Fairtrade ruft deshalb dazu auf, auch in Zeiten der Krise faire Produkte zu konsumieren und so Kleinbäuerinnen, Kleinbauern und Arbeitende im globalen Süden zu unterstützen.

Bei Fairtrade erhält die Produzentenorganisation, beispielsweise eine Kaffee-Kooperative, den Preis für ihr Produkt dann, wenn sie ihre Ware an den nächsten Akteur in der Lieferkette verkauft. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um einen Exporteur. Die Organisation bekommt mindestens den in den Fairtrade-Standards festgelegten Mindestpreis. Er soll die Kosten einer nachhaltigen Produktion decken und dient als Sicherheitsnetz gegen die schwankenden Weltmarktpreise.

Fairtrade ist auch über den An- und Verkauf von Fairtrade-Produkten hinaus aktiv und unterstützt Bauern und Arbeitskräfte: beispielsweise bei der Bekämpfung von ausbeuterischer Kinder- und Zwangsarbeit, der Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels, dem Zugang zu tragbaren Finanzierungsoptionen und der Wahrnehmung ihrer Rechte.

„Interessierte aus Einzelhandel oder Gastronomie können sich gerne bei uns im Landratsamt melden“, fordert Landrat Thorsten Freudenberger auf. „Dann können die Voraussetzungen als Fairtrade-Partner des Fairtrade-Kreises Neu-Ulm geprüft werden“. Einen guten Überblick über Fairtrade-zertifizierte Produkte, welche Handels- oder Gastronomiebetriebe in ihr Sortiment aufnehmen können, bietet zum Beispiel der Produkt-Finder unter: www.fairtrade-deutschland.de/ einkaufen.

Das tut der Fairtrade-Kreis Neu-Ulm bislang:

  • Fairtrade-Städte sind: Illertissen, Neu-Ulm, Senden und Weißenhorn. Weitere Kommunen machen sich bereits auf den Weg, wie zum Beispiel Nersingen.
  • Es besteht eine Steuerungsgruppe, welche die fairen Aktionen koordiniert.
  • Der Fairtrade-Kreis Neu-Ulm hat 43 Fairtrade-Partner aus dem Einzelhandel und 15 aus der Gastronomie. Dazu gehören außerdem sechs Fairtrade-Schulen, fünf kirchliche Einrichtungen und vier Vereine als Fairtrade-Partner.
  • Fairtrade-Aktivitäten laufen unter dem Motto: „lokal fairnetzt – global gerecht“.
  • Im Landratsamt Neu-Ulm wird unter anderem Kaffee aus fairem Handel ausgeschenkt, auch bei allen Sitzungen des Kreistages und seiner Ausschüsse.
  • Wenn möglich, werden in der Beschaffung auch Fairtrade-Produkte einbezogen, etwa als Give-aways, so zum Beispiel Fairtrade-Gemüsebeutel beim Stadtradeln.
  • Es gab bereits eine Kaffeeblindverkostung während der Weihnachtsfeier des Landratsamtes. Unterstützt wurde das Landratsamt bei der Aktion von Studierenden der Hochschule Neu-Ulm. Vier verschiedene Kaffeemarken konnten in einer Blindverkostung getestet und bewertet werden.  Erfreulicherweise hat ein Fairtrade-Kaffee am besten abgeschnitten.
  • Im Foyer des Landratsamtes wurde die von der Stadt Langenau konzipierte Fairtrade-Ausstellung „Wie fair sind wir?“ gezeigt.
  • Nächster Schritt soll ein digitaler Fair-Führer auf der Homepage des Landkreises sein.

Ansprechpartner für den Fairtrade-Kreis Neu-Ulm ist Klimaschutzmanager Florian Drollinger als Sprecher der Fairtrade-Steuerungsgruppe, florian.drollinger@lra.neu-ulm.de, Tel.-Nr. 0731/7040-3220

Landkreis Neu-Ulm unterstützt Kleinbauern im globalen Süden

© Kerstin Weidner E-Mail

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Landkreis Neu-Ulm unterstützt Kleinbauern im globalen Süden

Am 9. Mai ist der Internationale Tag des Fairen Handels (World Fair Trade Day)

Am Samstag, 9. Mai 2020, ist der Internationale Tag des Fairen Handels (World Fair Trade Day). An diesem Tag macht die Fair-Handels-Bewegung, zu der seit einigen Monaten auch der Landkreis Neu-Ulm zählt, auf ihre Vision einer gerechteren Welt sowie eines Handels zum Wohle von Menschen und Umwelt aufmerksam.

In den Herkunftsländern fair gehandelter Waren – das sind circa 70 Staaten auf der Erde – trifft das neuartige Coronavirus auf fragile Gesundheitssysteme sowie zugleich auf eine exportabhängige Wirtschaft und eine fehlende soziale Absicherung. Fairtrade ruft deshalb dazu auf, auch in Zeiten der Krise faire Produkte zu konsumieren und so Kleinbäuerinnen, Kleinbauern und Arbeitende im globalen Süden zu unterstützen.

Bei Fairtrade erhält die Produzentenorganisation, beispielsweise eine Kaffee-Kooperative, den Preis für ihr Produkt dann, wenn sie ihre Ware an den nächsten Akteur in der Lieferkette verkauft. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um einen Exporteur. Die Organisation bekommt mindestens den in den Fairtrade-Standards festgelegten Mindestpreis. Er soll die Kosten einer nachhaltigen Produktion decken und dient als Sicherheitsnetz gegen die schwankenden Weltmarktpreise.

Fairtrade ist auch über den An- und Verkauf von Fairtrade-Produkten hinaus aktiv und unterstützt Bauern und Arbeitskräfte: beispielsweise bei der Bekämpfung von ausbeuterischer Kinder- und Zwangsarbeit, der Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels, dem Zugang zu tragbaren Finanzierungsoptionen und der Wahrnehmung ihrer Rechte.

„Interessierte aus Einzelhandel oder Gastronomie können sich gerne bei uns im Landratsamt melden“, fordert Landrat Thorsten Freudenberger auf. „Dann können die Voraussetzungen als Fairtrade-Partner des Fairtrade-Kreises Neu-Ulm geprüft werden“. Einen guten Überblick über Fairtrade-zertifizierte Produkte, welche Handels- oder Gastronomiebetriebe in ihr Sortiment aufnehmen können, bietet zum Beispiel der Produkt-Finder unter: www.fairtrade-deutschland.de/ einkaufen.

Das tut der Fairtrade-Kreis Neu-Ulm bislang:

  • Fairtrade-Städte sind: Illertissen, Neu-Ulm, Senden und Weißenhorn. Weitere Kommunen machen sich bereits auf den Weg, wie zum Beispiel Nersingen.
  • Es besteht eine Steuerungsgruppe, welche die fairen Aktionen koordiniert.
  • Der Fairtrade-Kreis Neu-Ulm hat 43 Fairtrade-Partner aus dem Einzelhandel und 15 aus der Gastronomie. Dazu gehören außerdem sechs Fairtrade-Schulen, fünf kirchliche Einrichtungen und vier Vereine als Fairtrade-Partner.
  • Fairtrade-Aktivitäten laufen unter dem Motto: „lokal fairnetzt – global gerecht“.
  • Im Landratsamt Neu-Ulm wird unter anderem Kaffee aus fairem Handel ausgeschenkt, auch bei allen Sitzungen des Kreistages und seiner Ausschüsse.
  • Wenn möglich, werden in der Beschaffung auch Fairtrade-Produkte einbezogen, etwa als Give-aways, so zum Beispiel Fairtrade-Gemüsebeutel beim Stadtradeln.
  • Es gab bereits eine Kaffeeblindverkostung während der Weihnachtsfeier des Landratsamtes. Unterstützt wurde das Landratsamt bei der Aktion von Studierenden der Hochschule Neu-Ulm. Vier verschiedene Kaffeemarken konnten in einer Blindverkostung getestet und bewertet werden.  Erfreulicherweise hat ein Fairtrade-Kaffee am besten abgeschnitten.
  • Im Foyer des Landratsamtes wurde die von der Stadt Langenau konzipierte Fairtrade-Ausstellung „Wie fair sind wir?“ gezeigt.
  • Nächster Schritt soll ein digitaler Fair-Führer auf der Homepage des Landkreises sein.

Ansprechpartner für den Fairtrade-Kreis Neu-Ulm ist Klimaschutzmanager Florian Drollinger als Sprecher der Fairtrade-Steuerungsgruppe, florian.drollinger@lra.neu-ulm.de, Tel.-Nr. 0731/7040-3220

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